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Fachsymposium

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23.09.2010

24.09.2010

7. Fachsymposium Gebäude und Hygiene
Karlsruher Institut für Technologie Campus Nord, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen (bei Karlsruhe)

DFLW_Symposium_Karlsruhe.pdfDetails/Anmeldung

Forderungen und Feststellungen der Weltgesundheits-organisation WHO und Ihre Auswirkungen auf die europäische und nationale Normung stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Karlsruher Gebäude und Hygiene Symposiums. Der Einfluss der Energiesparverordnung auf die Behaglichkeit in Räumen wird genauso thematisiert wie die rechtliche Situation von Anlagenerstellern und Betreibern von Trinkwasserversorgungs- und Raumlufttechnischen Anlagen. 2 Vorträge befassen sich mit persönlichen und allgemeinen Erfahrungen mit Legionellose.

Herr Dr. Keune, Obmann des VDI 6022 Ausschusses, geht mit seinem Streifzug durch die neue und geplante Normung zur Lufthygiene auf die Feststellung der WHO ein, dass vorhandene Außenluft nicht immer gesundheitlich zuträglich ist und deshalb nicht mehr Richtschnur für gute Raumluft sein kann. Neue und geplante Standards zur Bewertung einer gesundheitlich zuträglichen Atemluft in Räumen werden auf Basis neuer Normenvorhaben vorgestellt.

Die WHO hat im März 2010 ein Status-Papier zum Thema „Water-Safety in Buildings“ veröffentlicht, in dem Ziele und Schritte zur Umsetzung von Water-Safety-Plans für Gebäude dargestellt wird. Herr Wolfgang Hentschel, Mitglied der Trinkwasserkommission, zeigt in seinem Vortrag die Grundlagen des Water-Safety-Gedankens auf und berichtet über ein seit 2009 bestehendes Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes für unterschiedlich genutzte Gebäudearten.

Schimmelpilze und die Behaglichkeit im Spannungsfeld der Normen ist das Thema von Detlef Higgelke (Testo Akademie). In seinem Vortrag werden die Inhalte der Normen angesprochen, die sich mit Energiesparmodellen gemäß der EnEv und der Behaglichkeit in Räumen beschäftigen. Dabei werden auch Prüfungen von Gebäudesollwerten in Bezug auf die Wirkung des Menschen besprochen. Grundlage ist die EnEV 2009, die DIN EN 15251 und 13779 und die DIN 1946-6.

Sowohl bei Neubau, als auch bei Bauarbeiten im Bestand sind nach der derzeit geltenden Rechtslage z.T. umfangreiche Normenkomplexe im Hinblick auf evtl. Gesundheits- beeinträchtigungen relevant. Die Verletzung dieser gesetzlichen Vorgaben kann für alle am Bau Beteiligten weitreichende haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Rechtsanwalt Pinstock hält hierzu das diesjährige Rechtsreferat. Sein Vortrag „Krank auf Ansage“ zeigt die „Risiken und Nebenwirkungen“ für Auftraggeber, Auftragnehmer und Planer im Hinblick auf gesundheitsrelevante Faktoren bei Bau, Umbau und Renovierung auf.

Sicherheit in der Trinkwarmwasserinstallation ist das Thema von Dieter Stich und Walter Tillner, Fa. Oventrop. U.a. werden neueste Entwicklungen im Bereich elektronisch geregelter Zirkulationsventile oder WEB-basierte Überwachung und Aufzeichnung von Betriebszuständen vorgestellt.

„Nach den Legionellenfällen in Ulm – Quo vadis Hygiene?“ Dr. Greunig0, 2. DFLW-Vorstand berichtet über die aktuelle Situation und über Konsequenzen. Dabei informiert er auch über den Status quo der Biofilmforschung.

Abgerundet wird das Programm durch einen Erfahrungsbericht einer Leistungssportlerin. Katrin Schwing war 2007 Deutsche Marathonmeisterin im Mountainbiken und erkrankte kurz danach an Legionellose. Sie berichtet von ihren persönlichen Erlebnissen mit dieser Krankheit – von der Diagnose bis zum langwierigen Heilungsverlauf.

Zum Abschluss des ersten Seminartages besteht die Möglichkeit zur Besichtigung von Großforschungsanlagen im KIT.

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